ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing – gebündeltes Know-how am RWTH Aachen Campus

Pressemeldung / 30.9.2015

Die Fraunhofer-Institute für Produktionstechnologie IPT und für Lasertechnik ILT gründeten gemeinsam mit Partnern aus der Wissenschaft das ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing. Ziel des neuen Zentrums für Generative Fertigung ist es, produzierende Unternehmen - vom Konzern über den Mittelständler bis hin zum Kleinunternehmen - in die Lage zu versetzen, diese Technologie sinnvoll und gewinnbringend für ihre Produktionsprozesse einzusetzen.

© Fraunhofer ILT, Aachen.

Die beiden Geschäftsführer Dr. Johannes Witzel (li) und Dr. Kristian Arntz (re) sind stolz auf das neue ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing.

© Fraunhofer ILT, Aachen.

Zeit für Gespräche auf der ACAM-Auftaktveranstaltung am 23. September 2015 auf dem RWTH Aachen Campus.

Können Unternehmen beim Einsatz generativer Fertigungsverfahren (Additive Manufacturing) die vielfältigen Herausforderungen meistern, wie beispielsweise ein fundamental neues Komponenten-Design oder die Entwicklung neuer, schnellerer sowie akkuraterer Prozesse und Anlagen? Am RWTH Aachen Campus entstand hierzu ein neues Unternehmen, das die Stärke der Expertengemeinschaft in diesem Technologiebereich nutzt: Am 23. September 2015 fand in Aachen die Auftaktveranstaltung der ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing GmbH statt, die mit über 100 Interessenten gut besucht war.  

Additive Manufacturing: Nur gemeinsam erfolgreich

Eine wichtige Rolle spielen beim ACAM strategische Partner wie die Aachener Fraunhofer-Institute für Produktionstechnologie IPT und für Lasertechnik ILT. Für Professor Günther Schuh, Direktoriumsmitglied des Fraunhofer IPT, steht der Aufbau eines Netzwerkes, das den Beteiligten Pfade entlang einer AM-Roadmap aufzeigt, im Mittelpunkt. Dabei helfen die rund 30 Jahre Erfahrung mit projektorientierten Forschungs-Kooperationen, auf die Professor Reinhart Poprawe, Leiter des Fraunhofer ILT, zu Beginn der Eröffnungsveranstaltung hinwies.

Vom Fraunhofer IPT und ILT stammen auch die beiden ACAM-Geschäftsführer, die unterschiedliche Motivationen mitbringen. Dr. Kristian Arntz vom Fraunhofer IPT ist begeistert vom dahinter stehenden Center-Konzept. »Wir gehen hier ein Thema ganzheitlich an – von Projektentwicklung, Weiterbildung, Machbarkeitsstudien und Beratung bis zum Erarbeiten von Wissen in einer AM-Community«. Dr. Johannes Witzel vom Fraunhofer ILT setzt auf die Kraft, »die in der einzigartigen Kombination aus weltweit aktiven und renommierten großen Instituten liegt.«

Kooperationsangebote

An der ACAM-Community können sich Firmen als Partner beteiligen, wobei die jährlichen Kosten von 12.000 Euro (Basis), 40.000 Euro (Business) bis hin zum individuell vertraglich ausgehandelten Angebotspaket (Kooperation) variieren. Wer sich auf dem Campus ansiedelt, kann seinen Mitarbeitern etwas Besonderes bieten. Dr. Arntz: »Die Mitarbeiter dieser Firmen können an Aus- und Weiterbildungsangeboten der RWTH Aachen University teilnehmen und sind direkt eingebunden in das universitäre Umfeld.« In Sachen Ausbildung plant das ACAM ein maßgeschneidertes Konzept. Dr. Witzel: »Wir werden ab 2016 gemeinsam mit der RWTH Aachen University ein auf die Bedarfe in der Industrie abgestimmtes umfangreiches Seminarangebot etablieren. Langfristig wird auch ein qualifizierter, zertifizierter Abschluss für diesen Bereich angestrebt – also einen Master oder Bachelor für Additive Manufacturing.«

Strategische Partner des ACAM Aachen Center for Additive Manufacturing

  • Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT
  • Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT
  • Institut für werkzeuglose Fertigung IWF, An-Institut der FH Aachen
  • KEX Knowledge Exchange AG
  • Lehrstuhl für Production Engineering of E-Mobility Components der RWTH Aachen University
  • Werkzeugmaschinenlabor WZL der RWTH Aachen University.

Mehr Information finden Sie unter. www.acam-aachen.de.