Netzwerke

Um unseren Kunden Lösungen aus einer Hand anbieten zu können und unsere Experten international zu vernetzen, pflegen wir Kooperationen mit in- und ausländischen Unternehmen und Forschungszentren der Laserbranche. Auch die Vernetzung zu Universitäten, Verbänden, IHKs, Prüfanstalten, Messegesellschaften und Forschungsministerien wird systematisch zum Nutzen unserer Partner betrieben.

Fraunhofer-Gesellschaft

Die Fraunhofer-Gesellschaft mit Sitz in Deutschland ist die weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte Forschung. Mit ihrer Fokussierung auf zukunftsrelevante Schlüsseltechnologien sowie auf die Verwertung der Ergebnisse in Wirtschaft und Industrie spielt sie eine zentrale Rolle im Innovationsprozess. Sie ist Wegweiser und Impulsgeber für innovative Entwicklungen und wissenschaftliche Exzellenz. Mit inspirierenden Ideen und nachhaltigen wissenschaftlich-technologischen Lösungen fördert die Fraunhofer-Gesellschaft Wissenschaft und Wirtschaft und wirkt mit an der Gestaltung unserer Gesellschaft und unserer Zukunft.

Interdisziplinäre Forschungsteams der Fraunhofer-Gesellschaft setzen gemeinsam mit Vertragspartnern aus Wirtschaft und öffentlicher Hand originäre Ideen in Innovationen um, koordinieren und realisieren systemrelevante, forschungspolitische Schlüsselprojekte und stärken mit werteorientierter Wertschöpfung die deutsche und europäische Wirtschaft. Internationale Kooperationen mit exzellenten Forschungspartnern und Unternehmen weltweit sorgen für einen direkten Austausch mit den einflussreichsten Wissenschafts- und Wirtschaftsräumen.

Die 1949 gegründete Organisation betreibt in Deutschland derzeit 75 Institute und Forschungseinrichtungen. Rund 29 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, erarbeiten das jährliche Forschungsvolumen von 2,8 Milliarden Euro. Davon fallen 2,4 Milliarden Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Rund zwei Drittel davon erwirtschaftet Fraunhofer mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Rund ein Drittel steuern Bund und Länder als Grundfinanzierung bei, damit die Institute schon heute Problemlösungen entwickeln können, die in einigen Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft entscheidend wichtig werden.

Die Wirkung der angewandten Forschung geht weit über den direkten Nutzen für die Auftraggeber hinaus: Fraunhofer-Institute stärken die Leistungsfähigkeit der Unternehmen, verbessern die Akzeptanz moderner Technik in der Gesellschaft und sorgen für die Aus- und Weiterbildung des dringend benötigten wissenschaftlich-technischen Nachwuchses.

Hochmotivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf dem Stand der aktuellen Spitzenforschung stellen für uns als Wissenschaftsorganisation den wichtigsten Erfolgsfaktor dar. Fraunhofer bietet daher die Möglichkeit zum selbstständigen, gestaltenden und zugleich zielorientierten Arbeiten und somit zur fachlichen und persönlichen Entwicklung, die zu anspruchsvollen Positionen in den Instituten, an Hochschulen, in Wirtschaft und Gesellschaft befähigt. Studierenden eröffnen sich aufgrund der praxisnahen Ausbildung und des frühzeitigen Kontakts mit Auftraggebern hervorragende Einstiegs- und Entwicklungschancen in Unternehmen.

Namensgeber der als gemeinnützig anerkannten Fraunhofer-Gesellschaft ist der Münchner Gelehrte Joseph von Fraunhofer (1787–1826). Er war als Forscher, Erfinder und Unternehmer gleichermaßen erfolgreich. 

Auf diese Forschungsfelder konzentriert sich die Forschung der Fraunhofer-Gesellschaft:

  • Gesundheit und Umwelt
  • Schutz und Sicherheit
  • Mobilität und Transport
  • Produktion und Dienstleistung
  • Kommunikation und Wissen
  • Energie und Rohstoffe

Kompetenznetze

Bei interdisziplinären Fragestellungen greifen wir auf das Wissen von kooperierenden FuE-Zentren zurück. Damit können wir unseren Kunden Lösungen aus einer Hand anbieten. Bei Bedarf können klein- und mittelständische Unternehmen über Programme der Ministerien, der IHKs und der Banken Unterstützung bei der Einführung risikoreicher Verfahren erhalten. Über die ILT Experten haben unsere Partner Zugriff auf regionale, nationale und internationale Kompetenznetze.

Auf lokaler Ebene kooperieren wir unter anderem mit dem competence center automotive region Aachen e.V. und dem MedLife e.V.. Auf regionaler Ebene bringen wir uns beispielsweise im Fachverbund für Mikroelektronik IVAM sowie im NeMa – Neue Materialien e.V. aktiv ein. Für die Vernetzung von Laseranwendern, -herstellern und -forschern auf nationaler Ebene engagieren wir uns unter anderem im Arbeitskreis Lasertechnik e.V., in der Wissenschaftlichen Gesellschaft Lasertechnik e.V. und sind Mitglied im Deutschen Verbund für Schweißtechnik e.V.. Schließlich treiben wir aktiv durch unser Engagement in internationalen Kompetenznetzen wie dem European Laser Institute ELI oder dem Laser Institute of America LIA herausfordernde und trendsetzende Entwicklungen in unserer Branche voran.

Vernetzung von Wissenschaft und Industrie

Die Vernetzung von angewandter Forschung am Fraunhofer ILT mit der wissenschaftlichen Grundlagenforschung an den lokalen Hochschulen unter Einbeziehung von Industriepartnern ist ein essentieller Baustein für eine erfolgreiche Forschung. Das Fraunhofer ILT betreibt verschiedene gemeinschaftliche Projekte mit der RWTH Aachen UniversityRWTH Aachen University, der FH Aachen University of Applied SciencesFH Aachen University of Applied Sciences sowie dem Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPTFraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT und zahlreichen namhaften Industriepartnern.

Die Zusammenarbeit mit verschiedenen Lehrstühlen und Instituten der RWTH Aachen UniversityRWTH Aachen University als international renommierter Hochschule eröffnet hierbei praxisnahe und praxisbezogene Kooperationsmöglichkeiten für die angewandte Forschung in den Bereichen Laser- und Produktionstechnik auf international höchstem Niveau und zu aktuellen wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fragestellungen.

Ein Beispiel hierfür ist das »ICTM International Center for Turbomachinery Manufacturing in Aachen«, eine Kooperation des Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT mit dem Fraunhofer IPT sowie dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen (WZL) und dem Lehrstuhl für Lasertechnik (LLT) der RWTH Aachen mit rund 30 Industriepartnern aus dem Bereich des Turbomaschinenbaus.

Das Cluster Photonic auf dem RWTH Aachen Campus

»Cluster Photonic« auf dem RWTH Campus Melaten
© Fraunhofer ILT/Andreas Steindl.
»Cluster Photonic« auf dem RWTH Campus Melaten

Das Cluster Photonik, eines von sechs Startclustern auf dem RWTH Aachen Campus, ist spezialisiert auf die Erforschung und Entwicklung von Verfahren zur Erzeugung, Formung und Nutzung von Licht, insbesondere als Werkzeug für die industrielle Produktion. Der Laserstrahl kann im Vergleich zu anderen Werkzeugen präzise dosiert und gesteuert werden. Das Cluster Photonik wurde von Prof. Poprawe (Leiter des Fraunhofer ILT bis Ende September 2019) initiiert. Das große Areal bietet genügend Raum für einerseits die interdisziplinäre Kooperation von wissenschaftlichen Einrichtungen untereinander und andererseits für die enge strategische Zusammenarbeit von Unternehmen mit dem Fraunhofer ILT und den assoziierten Lehrstühlen der RWTH Aachen University. Insofern ist das Cluster Photonik die konsequente Weiterentwicklung des seit 1988 bestehenden Anwenderzentrums des Fraunhofer ILT, in dem ständig rund 10 Unternehmen als Gastfirmen des Instituts in eigenen Büros und Laboren vor Ort in engem Schulterschluss mit dem Fraunhofer ILT tätig waren.

Das erste Gebäude im Cluster Photonik – das Industry Building Digital Photonic Production – wurde vor über 500 Fachexperten aus der Lasertechnologie sowie 100 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik im Umfeld des International Laser Technology Congress AKL´16 am 28. April 2016 feierlich eröffnet. Die Schlüsselübergabe fand zwischen dem privatwirtschaftlichen Investor Landmarken AG mit dem KPF-Architektenteam und dem Fraunhofer ILT statt. Die Gäste konnten das neue 7000 qm große DPP-Gebäude mit seinen Forschungs- und Büroräumlichkeiten besichtigen. Rund 20 Unternehmen sowie FuE-Teams des Fraunhofer ILT und des Lehrstuhls für Lasertechnik der RWTH Aachen University belegen das Gebäude.

Eine weitere durch den Bund und das Land NRW finanzierte Infrastruktur zur interdisziplinären universitären Kooperation im Bereich Digital Photonic Production wurde in 2019 eröffnet und 2020 vollständig in Betrieb genommen: das Research Center Digital Photonic Production. Auf einer Nutzfläche von 4.300 qm nehmen 16 Lehrstühle der RWTH Aachen University aus 6 Fakultäten die interdisziplinäre und ganzheitliche Erforschung von digitalen photonischen Fertigungsketten in Angriff.

Die beiden Gebäude, das Research Center Digital Photonic Production und das Industry Building Digital Photonic Production, bilden die Basis des BMBF-geförderten Forschungscampus DPP. Der Forschungscampus DPP bietet derzeit knapp 30 Industriepartnern die Möglichkeit, gemeinsam unter einem Dach zu forschen. Hierzu zählen sowohl große Unternehmen wie TRUMPF, MTU oder Siemens als auch mittelständische Unternehmen und Spin-offs des Fraunhofer ILT. Das Cluster Photonik ist somit der ideale Ausgangspunkt für Forschung und Entwicklung, Aus- und Fortbildung, Innovation und Vernetzung im Bereich der optischen Technologien. 

Auslandsaktivitäten

Mit ausländischen Firmen und Niederlassungen deutscher Firmen im Ausland führt das Fraunhofer ILT sowohl bilaterale Projekte als auch Verbundprojekte durch. In Plymouth, Michigan USA, wurde unter der Federführung des Fraunhofer ILT das Fraunhofer Center for Laser Technology CLT errichtet. Mit dem Townes Laser Institute TLI in Orlando USA, führt das Fraunhofer ILT gemeinsame Forschungsprojekte durch. Über das Joining Technologies Research Center JTRC initiieren wir gemeinsam mit »Joining Technologies« Projekte im Bereich Laser Additive Manufacturing LAM in Nordamerika. Darüber hinaus unterhält die Fraunhofer-Gesellschaft Verbindungsbüros in den USA und Asien. Schließlich ist das Fraunhofer ILT Mitglied von in- und ausländischen Verbänden wie dem Laser Institute of America LIA.

Cluster Photonik und BMBF Forschungscampus DPP

Auf dem Forschungscampus DPP, der durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, arbeiten Gastfirmen in eigenen, abgetrennten Labors und Büroräumen. Grundlage für diese spezielle Form des Technologietransfers ist ein langfristiger Kooperationsvertrag mit dem Institut im Bereich der FuE. Der Mehrwert liegt in der Nutzung unserer technischen Infrastruktur und dem Informationsaustausch mit unseren Experten. Neben Expertengruppen führender Laserhersteller und innovativer Laseranwender finden hier Neugründer aus dem Bereich des Sonderanlagenbaus, der Laserfertigungstechnik und der Lasermesstechnik ein geeignetes Umfeld zur industriellen Umsetzung ihrer Ideen.