Pressemitteilungen

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  • Extremes Hochgeschwindigkeits-Laserauftragsschweißen (EHLA): Erster zertifizierter Serien-Einsatz bei niederländischem Hydraulikhersteller / 2017

    Umweltfreundliche Alternative zum verbotenen Hartverchromen mit Chrom(VI)

    Pressemeldung / 10.8.2017

    Die Beschichtung, die mittels EHLA aufgebracht wird, schützt in Zukunft serienmäßig die Kolbenstangen für Hydraulikzylinder der IHC Vremac Cylinders B.V. vor Korrosion auf hoher See.
    © Foto Fraunhofer-Gesellschaft, München.

    Ab September 2017 ist der Einsatz von Korrosions- und Verschleißschutz-Beschichtungen auf Basis von Chrom(VI) in der EU nur noch unter strengen Auflagen erlaubt. Insbesondere Hersteller von stark beanspruchten Bauteilen aus Metall, zu denen auch das niederländische Unternehmen IHC Vremac Cylinders B.V. aus Apeldoorn zählt, sind hiervon betroffen. Die oft meterlangen Hydraulikzylinder des Unternehmens müssen dem jahrelangen Einsatz in der rauen Meeresumgebung standhalten. Der Hersteller setzt deswegen auf eine preisgekrönte Alternative zum sogenannten Hartverchromen und beschichtet seine Komponenten als weltweit erstes Unternehmen mit dem EHLA-Verfahren des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT aus Aachen.

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  • Berührungsloses Freilegen und Entlöten von Platinen-Bauelementen mittels Laserstrahlung in einem Recyclingprozess des »ADIR«-Projekts.
    © Foto Fraunhofer ILT, Aachen.

    Nicht mehr verwendete Elektronikgeräte automatisiert zerlegen und wertvolle Rohstoffe zurückgewinnen – ein wesentlicher Aspekt des Zukunftsthemas Urban Mining. Mit dem EU-Projekt »ADIR – Next generation urban mining – Automated disassembly, separation and recovery of valuable materials from electronic equipment« nimmt die Fraunhofer-Gesellschaft hierbei international eine Vorreiterrolle ein. Neun Projektpartner aus vier Ländern erforschen in diesem Vorhaben bis 2019, wie strategisch bedeutende Wertstoffe aus alten Mobiltelefonen und Leiterplatten zurückgewonnen und weiterverwendet werden können. Das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen koordiniert das Projekt, das im Rahmen des Horizon-2020-Programms durch die Europäische Union gefördert wird.

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  • Eye-catcher auf der diesjährigen LASER World of PHOTONICS war das Modell der Ariane 5 Rakete,ein Symbol für die MERLIN Mission. Eine Leihgabe des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt e.V., Köln; beteiligtes Institut: Institut für Raumfahrtantriebe, Lampoldshausen.
    © Foto Fraunhofer ILT, Aachen / Klaus D. Wolf

    Vom 26. bis 29. Juni traf sich in diesem Jahr wieder die Laser-Community zur LASER World of PHOTONICS in München. Mit dabei war das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT mit über 50 Exponaten aus den verschiedenen Bereichen der angewandten Lasertechnik und Strahlquellenentwicklung: Von Dioden- und Faserlasern über neue Messtechnik bis hin zu kompletten Maschinen für additive Verfahren oder gar Lasersysteme für den Weltraum reichte das Spektrum in diesem Jahr.

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  • © Foto Fraunhofer ILT, Aachen / Volker Lannert.

    Diamanten sind nicht nur »a Girl‘s Best Friend«, künstliche Diamanten sind auch als Material für Laseroptiken attraktiv: Mit ihrer ungewöhnlich hohen Brechzahl und der exzellenten Wärmeleitung erlauben sie zehnmal leichtere Laseroptiken. Faserlaser im kW-Bereich könnten damit deutlich flexibler agieren. Drei Fraunhofer-Institute haben in den letzten Jahren die Herstellung und Bearbeitung der Diamantlinsen optimiert, jetzt ist die erste Schneidoptik mit diesen Linsen im Test.

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  • Die FH Aachen und das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT haben in ihrer Kooperation, dem »Aachener Zentrum für 3D-Druck«, Großes vor: Am 1. Juni 2017 nahmen sie im neuen Industry Building Digital Photonic Production auf dem RWTH Aachen Campus die weltweit größte SLM-Anlage offiziell in Betrieb. Die neue Laserstrahlschmelzanlage XLine 2000R von Concept Laser spielt eine Hauptrolle im Forschungsprojekt SLM-XL, das den gesamten Herstellprozess von großen, metallischen Bauteilen beschleunigen und optimieren soll. Die Wissenschaftler kooperieren dabei eng mit dem BMBF-geförderten Forschungscampus Digital Photonic Production der im gleichen Gebäude beheimatet ist.

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  • Gekrümmter Wellenleiter in einem Glaskörper, mit fs-Laserstrahlung strukturiert.
    © Foto RWTH Aachen University

    Vielfältige chemische und biotechnologische Prozesse sind mit dem Entstehen, dem Wachstum oder der Veränderung von Partikeln verbunden. Eine detaillierte Beobachtung von Partikelgröße und Partikelanzahl im laufenden Prozess ohne zeit- und arbeitsaufwändige Probenentnahme soll die Überwachung und Steuerung solcher Prozesse in Echtzeit zukünftig vereinfachen oder überhaupt erst ermöglichen. Im Projekt »WAVESCATTER« haben sich dazu vier Unternehmen und das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT zusammengeschlossen. Ziel ist die Entwicklung einer winkelauflösenden Wellenleiter-Streulichtsonde für die präzise Inline-Partikelanalytik.

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  • Eine Entwicklung auf dem RWTH Aachen Campus / 2017

    Das Elektro-Stadtfahrzeug e.GO Life

    Pressemeldung der RWTH Aachen Campus GmbH / 13.6.2017

    Das Elektro-Stadtfahrzeug e.GO Life – eine Entwicklung auf dem RWTH Aachen Campus.
    © Foto e.GO Mobile AG, Aachen.

    Aachen, 13. Juni 2017 – Das Netzwerk aus Wissenschaft und Wirtschaft auf dem RWTH Aachen Campus ermöglicht der e.GO Mobile AG eine schnelle, marktnahe Entwicklung zu niedrigen Herstellungskosten. Das Ergebnis: Nach einem hochiterativen Entwicklungsprozess von nur 3 Jahren startet die Serienproduktion des e.GO Life im Frühjahr 2018 in einem neuen Werk in Aachen Rothe Erde. Das Land Nordrhein-Westfalen unterstützt den Aufbau der Produktionsstätte der e.GO Mobile AG mit einer Förderung nach dem Regionalen Wirtschaftsförderungsprogramm NRW (RWP). Das kompakte Stadtfahrzeug kostet in der Basisausstattung mit einer Reichweite von ca. 130 km 15.900 Euro (vor Abzug der Umweltprämie).

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  • INSPIRE-Sensorik für die Prüfung von Form und Lagetoleranzen an Nockenwellen.
    © Foto Fraunhofer ILT, Aachen.

    Zu den Standortvorteilen Deutschlands zählen hochpräzise Fertigungsverfahren. Um diese Technologieführerschaft zu halten, müssen viele Firmen bereits Metallbauteile ausschussfrei auf Mikrometer exakt bearbeiten. Nicht nur in der Luft- und Raumfahrt oder der Automobilindustrie ist eine nahezu ausschussfreie Hochpräzisionsfertigung im Mikrometerbereich gefragt, bei der die Form- und Lagetoleranzen der Produkte energie- und ressourcensparend im laufenden Fertigungsprozess überprüft werden. Da aktuelle Inline-Messtechnik noch nicht mit der erforderlichen Genauigkeit arbeitet, entwickelt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT mit vier namhaften Industriepartnern bis Ende 2019 im BMBF-Verbundprojekt »INSPIRE« Inline-Sensoren einer neuen Genauigkeitsklasse.

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  • Mit EHLA lassen sich Metallschutzschichten mit extremer Hochgeschwindigkeit aufbringen.
    © Foto Fraunhofer ILT, Aachen / Volker Lannert.

    Bauteile sollen per Hartverchromen, thermischem Spritzen oder Laserauftragschweißen vor Korrosion und Verschleiß bewahrt werden. Allerdings bergen all diese Verfahren Nachteile – so ist beispielsweise die Beschichtung mit Chrom(VI) ab September 2017 nur noch nach Autorisierung erlaubt. Das extreme Hochgeschwindigkeits-Laserauftragschweißen EHLA des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT und der RWTH Aachen University merzt die Mankos erstmals aus. Für ihre Entwicklung wurde das Aachener Forscherteam am 30. Mai 2017 mit dem Joseph-von-Fraunhofer-Preis geehrt.

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  • Fraunhofer-Gemeinschaftsstand »Customized Solutions« auf der LASER World of PHOTONICS 2015 in München.
    © Foto Fraunhofer ILT, Aachen / Klaus D. Wolf.

    »Der Laser ist eine Lösung auf der Suche nach einem Problem« sagte Ted Maiman 1964. Heute ist der Laser für viele Probleme die beste Lösung. Auf der LASER World of PHOTONICS 2017 in München zeigt das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT, wie es mit der passenden Prozesstechnik effiziente Laseranwendungen in vielen Bereichen ermöglicht und so auch den Einstieg in die Digital Photonic Production des 21. Jahrhunderts vorantreibt.

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