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Newsticker

21.10.2021

»eHarsh« – Workshop zu Sensorsystemen für extrem raue Umgebungen

Acht Fraunhofer-Institute haben sich zusammengeschlossen, um Sensortechnik für extrem raue Umgebungen zu entwickeln. Den aktuellen Stand präsentieren sie in einem online-Seminar vom 29. November bis zum 3. Dezember 2021. Dabei werden Details entlang der gesamten Prozesskette gezeigt. Bei fünf live übertragenen Laborbesichtigungen sitzen die Zuschauer »in der ersten Reihe«. Spannend dürfte das für ganz unterschiedliche Industrien werden: Von der Luftfahrt über die chemische und die Stahlindustrie bis hin zu Geothermie reichen die Anwendungen der neuen Technologie.
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15.10.2021

»Life Cycle Assessment« in der additiven Fertigung: Laser Powder Bed Fusion Goes Green!

Kunden und Investoren legen zunehmend Wert auf ökologische und nachhaltig hergestellte Produkte. Eine transparente ökologische Bewertung Ihrer Produkte hilft der Industrie und KMU (Kleine und Mittlere Unternehmen) Verantwortung für Mensch und Umwelt zu übernehmen und sich mit einem Wettbewerbsvorteil am Markt zu positionieren. Forscherinnen und Forscher des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT adressieren nun das Thema Life Cycle Assessment im Bereich Laser Powder Bed Fusion.
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8.9.2021

Greifarm aus dem 3D-Drucker für die Optikmontage mit höchster Präzision

Am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen werden seit einigen Jahren Lasersysteme für den Weltraumeinsatz entwickelt und montiert. Gleichzeitig erforschen die Aachener Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch Technologien für den metallischen 3D-Druck. Mit dem Verfahren Laser Powder Bed Fusion (LPBF) wurde erstmals ein neuer Präzisionsgreifarm aus Metallpulver in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Digital Additive Production DAP entwickelt und aufgebaut – für die Montage von Weltraumkomponenten im Reinraum ein Novum! Der Greifarm ist leichter als sein Vorgänger und doch stabil genug, um schwerere Laseroptiken ultragenau montieren und justieren zu können.
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25.8.2021

Künstliche Intelligenz in der Produktion

Auf der zweiten Konferenz »AI for Laser Technology« wird am 28. und 29. September 2021 der aktuelle Stand bei der Anwendung von Künstlicher Intelligenz in der Lasermaterialbearbeitung diskutiert. Zum Austausch treffen sich hier Forscherinnen und Forscher, Anlagenbauer, Softwareentwickler und Maschinenbauer. Neben den Fachvorträgen werden am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT die Labore für virtuelle Rundgänge geöffnet. Aufgrund der aktuellen Regelungen findet die Tagung online statt.
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Pressemitteilungen

Pressemitteilungen des Fraunhofer ILT

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Pressespiegel

Pressespiegel des Fraunhofer ILT

Multistrahl-Laserverfahren für den renommierten Berthold Leibinger Innovationspreis 2020 nominiert

News / September 2021

Die internationale, prominent besetzte Jury weiß es schon: Spannend bleibt aber die Frage nach den Preisträgern des Berthold Leibinger Preises 2020 bis zur Verleihung am 24. September. Zu diesem Termin sind auch Wissenschaftler der Verbundforschung MultiSurf nach Ditzingen bei Stuttgart eingeladen. Dort werden Professor Arnold Gillner (Fraunhofer ILT), Dr. Stephan Brüning (Schepers GmbH & Co. KG) und Dr. Keming Du (EdgeWave GmbH Innovative Laser Solutions), neben weiteren Finalisten aus der ganzen Welt, am Stammsitz der Firma Trumpf GmbH und Co. KG, an der Preisverleihung teilnehmen. 

Dr. Keming Du (EdgeWave GmbH Innovative Laser Solutions)
© Fraunhofer/Banczerowski.
Dr. Keming Du (EdgeWave GmbH Innovative Laser Solutions)
Professor Arnold Gillner (Fraunhofer ILT)
© Fraunhofer/Banczerowski.
Professor Arnold Gillner (Fraunhofer ILT)
Dr. Stephan Brüning (Schepers GmbH & Co. KG)
© Fraunhofer/Banczerowski.
Dr. Stephan Brüning (Schepers GmbH & Co. KG)
Am 24. September erhalten alle acht Finalisten Skulpturen als Auszeichnung.
© Berthold Leibinger Stiftung/Sven Ederer.
Am 24. September erhalten alle acht Finalisten Skulpturen als Auszeichnung.
Das Foto zeigt eine großflächige Mikrostrukturierung für die Prägeanwendung.
© Fraunhofer ILT, Aachen.
Das Foto zeigt eine großflächige Mikrostrukturierung für die Prägeanwendung.

In der Laserbranche zählt dieser Preis zu den weltweit hochkarätigsten Auszeichnungen. »Die Nominierung als Finalist ist bereits eine besondere Auszeichnung und zeichnet die hervorragende Arbeit unseres Wissenschaftlerteams aus«, freut sich Professor Constantin Häfner, Leiter des Fraunhofer ILT.

Für den Preis nominiert wurde das Team um Professor Gillner mit der Entwicklung eines Multistrahlsystems, bei dem ein Laserstrahl in bis zu 16 Teilstrahlen aufgeteilt wird. Das sind 16 Werkzeuge, die parallel und individuell gesteuert für die Herstellung funktionaler Oberflächen eingesetzt werden können. Die Basis dieses Ansatzes bildet dabei ein neuer Ultrakurzpulslaser mit 500 Watt Durchschnittsleistung der Fa. EdgeWave. Der Laserstrahl wird mit einer Spezialoptik, dem Herzstück des Systems, auf viele Teilstrahlen mit jeweils gleichen Strahlparametern verteilt. Inzwischen wurde die Technik in einem weiterführenden Projekt sogar auf 64 Strahlen erweitert, wobei alle Teilstrahlen einzeln moduliert werden können. Die Strahlmatrix wird über die zu strukturierenden Oberflächen geführt, wobei alle Strahlen separat nach Bedarf schnell an- und abgeschaltet werden. Die genauen Parameter für einen optimalen Materialabtrag wurden simuliert und mit Prozesswissen abgeglichen, das sich die Experten am Fraunhofer ILT über Jahre erarbeitet haben.

Die einzelnen Komponenten sind in ein neues Maschinensystem der Fa. Schepers integriert. Diese Maschine übertrifft mit ihrer Kombination von hoher Bearbeitungsqualität und -geschwindigkeit alle gängigen Systeme zur Walzenstrukturierung. Es ist vermutlich die erste Maschine der Welt, die eine komplexe ultrakurz-gepulste Laser-Mikrostrukturierung von Metallen mit Abtragraten von bis zu 100 mm³/min ermöglicht.

Die Anwendungsfelder der Technologie reichen weit in die Zukunft: Werkzeuge für andere »Roll-To-Roll-Prozesse« stehen auf der Agenda. Ebenso eignet sich das Multistrahl-Laserverfahren für spezielle Arbeitsschritte in der Batterie- und Wasserstofftechnik. Dazu entwickelte das Fraunhofer ILT bereits Systeme mit wesentlich zahlreicheren, parallelen Strahlen. Das alles ist Teil einer neuen Technologiegeneration zur Herstellung funktionaler Flächen. »Mit einer weiteren Leistungsskalierung lassen sich in Zukunft auch noch größere Flächen bearbeiten. So ließe sich zum Beispiel der Windwiderstand von Flugzeugtragflächen und Windrädern mit einer geeigneten Oberflächenbearbeitung reduzieren«, ist sich Arnold Gillner sicher.

Rund 500 Gäste kommen zur Preisverleihung, die aufgrund der Corona-Pandemie im letzten Jahr nicht stattfinden durfte. Verliehen wird der Preis der Berthold Leibinger Stiftung seit 2000 alle zwei Jahre, für herausragende Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zur Anwendung oder Erzeugung von Laserlicht. Der Preis geht zurück auf den Stifter Professor Berthold Leibinger. Er führte bis 2012 den Vorsitz der Aufsichtsgremien der Trumpf Gruppe und verstarb im Oktober 2018 nach längerer Krankheit im Alter von 87 Jahren. Der Preis ist mit insgesamt 100 000 € dotiert.

-> Weitere Informationen zur Ultrakurzpulsbearbeitung

Informationen des Fraunhofer ILT zur aktuellen Coronavirus-Pandemie an Kunden, Partner, Besucher und Interessenten an unseren Dienstleistungen

Für das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT hat die Sicherheit und Gesundheit unserer Mitarbeiter, Kunden und Besucher oberste Priorität. Im Zusammenhang mit der fortschreitenden Pandemie Covid-19 hat das Fraunhofer ILT einen Krisenstab eingerichtet und setzt die Richtlinien der Behörden um.